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AnokryoSet anokryo de PakuMed ANOKRYO GW 5366 Pakumed ANOKRYO GW 5361 anokryo txt

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PRODUKTBESCHREIBUNG

ANOKRYO®-Kombiset

Kältestab und Dilatator als Hilfsmittel zur Behandlung von folgenden Symptomen:

  • Hämorrhoiden I.und II.Grades
  • akute Analfissuren
  • Perianalthrombose
  • Blutungen
  • Schmerzlinderung
  • Entzündungen
  • Juckreiz
  • begleitende Verstopfung
  • Analsphinkterspasmus
  • Anale Beschwerden in Schwangerschaft und Stillzeit

Mit der Kombination von Kälte und Dehnung durch ANOKRYO® steht eine wirksame Therapie zur Verfügung, um die Beschwerden der Patienten schnell und nebenwirkungsfrei zu lindern und den Heilungsprozess zu fördern. Nach Lagerung des ANOKRYO®-Kältestabes in seinem Behälter (ohne Gleitmittel) für ca. 1-2 Stunden im Gefrierschrank (minus 15-20° C) erreicht er eine Temperatur von -15°C: Für die Verwendung wird dieser mit einem wasserlöslichen Gleitmittel benetzt und anschließend für 5-10 Min. im Analkanal platziert. Nach üblicher Reinigung und Desinfektion wird er erneut in seinem Behälter gelagert.

ANOKRYO® ist beliebig oft wiederverwendbar.

Das Produkt enthält keinerlei schädliche Inhaltsstoffe, ist geruchlos, hygienisch und färbt nicht.

Nebenwirkungen sind nicht bekannt.

Geeignet auch zur Eigenanwendung durch den Patienten in häuslicher Umgebung. 

TECHNISCHE DATEN

 Art.Nr. Beschreibung VE PZN
PZN 3941536 ANOKRYO® Kombiset 
zur Behandlung von Hämorrhoiden und anderen Analerkrankungen
1 Stab + Gleitmittel 30g 3941536 
PZN 7470157 ANOKRYO Gleitmittel 60g  1 (2 Stk.)  7470157

 

Gebrauchsinformationen

Gebrauchsinformation

Anwendungsgebiete/ Indikationen

  • Hämorrhoiden I.und II.Grades
  • akute Analfissuren
  • Perianalthrombose
  • Postoperative Schmerzen im Analbereich, bei Kryptitis / Papilitis und nach BestrahlungenPostoperative Schmerzen im Analbereich, bei Kryptitis / Papilitis und nach Bestrahlungen
  • Juckreiz
  • Verkrampfung des Schließmuskels mit begleiten- der Obstipation (Verstopfung)
  • Anale Beschwerden in Schwangerschaft und Stillzeit

Nach Lagerung des ANOKRYO®-Kältestabes in seinem Behälter (ohne Gleitmittel) für ca. 1-2 Stunden im Gefrierschrank (minus 15-20° C) erreicht er eine Temperatur von -15°C. Für die Verwendung wird dieser mit einem wasserlöslichen Gleitmittel benetzt und anschließend für 5-10 Min. im Analkanal platziert. Nach üblicher Reinigung und Desinfektion wird er erneut in seinem Behälter gelagert. ANOKRYO® ist beliebig oft wiederverwendbar. Das Produkt enthält keinerlei schädliche Inhaltsstoffe, ist geruchlos, hygienisch und färbt nicht.

Detailierte Gebrauchsinformationen

  1. Lagern Sie den Stab in seinem Behälter im Gefrierfach bis er seine tiefste Temperatur von ungefähr - 15 °C erreicht (~ 2 Stunden). Bewahren Sie den Stab aus hygienischen Gründen immer in seinem Behälter auf (ohne Gleitmittel).
  2. Verteilen Sie das Gleitmittel (aus der Tube) mit dem Finger gleichmäßig auf dem Stab, insbesondere an der Spitze, um ein einfaches Einführen zu ermöglichen. Bitte verwenden Sie nur wasserlösliche Gleitmittel wie ANOKRYO® Gleitmittel.
  3. Führen Sie in linker Seitenlage mit angewinkelten Knien und entspannten Muskeln den Stab vorsichtig in den After ein (siehe Abbildung) und belassen ihn für fünf bis zehn Minuten in dieser Position. Das Absinken der Temperatur der Analschleimhaut durch die Kälteeinwirkung, sowie die leichte Dehnung bewirken eine Lockerung der erhöhten Muskelspannung, Schmerzlinderung, Abschwellung und Hemmung von Juckreiz oder Entzündungsanzeichen. Bei Analfissuren kann das Einführen anfangs schmerzhaft
  4. Reinigen Sie den Stab mit Seife und Wasser und be- wahren ihn anschließend in seinem Behälter im Gefrierfach auf.
  5. Wenden Sie den ANOKRYO®-Stab mindestens zweimal täglich an. Bei starken Schmerzen ist eine stündliche bis zweistündliche Anwendung möglich, ohne dass Nebenwirkungen auftreten. ANOKRYO® kann beliebig oft wieder verwendet werden. Möglicherweise empfinden Sie eine unangenehme Kälte innerhalb der ersten 30 Sekunden. Dies ist normal und sollte kein Anlass für die frühzeitige Entfernung des Stabes sein.
  6. Der ANOKRYO®-Stab enthält keinerlei schädliche Inhaltsstoffe. Er ist geruchlos, hygienisch und färbt nicht.

 

Nebenwirkungen

Bei bestimmungsgemäßen Gebrauch sind keine Nebenwirkungen bei der Anwendung des ANOKRYO®-Kältestabes bekannt.

Flyer

 

Hier den ANOKRYO®-Flyer runterladen:

210517 ANOKRYO Flyer dt

Einfache natürliche Hilfe bei Hämorrhoiden

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Therapiestudie

Dr. (syr)  M.K.Koudaimi und Dr. F. Beersiek

Die Analfissur

Konservative Behandlung

Art der Studie: Anwendungsbeobachtung.

Geprüft wurde die Anwendung eines Dilatators (Stab Hersteller: Fa. Med-Tec, Essen), der sich auf Temperaturen bis –15° C abkühlen läßt.

Ergebnis: »Für die Behandlung ambulanter Patienten mit Analfissuren ist die beschriebene Methode wegen der hohen Effektivität und Wirtschaftlichkeit eine Bereicherung der konservativen Möglichkeiten.«

Die Analfissur ist eine häufige, ätiologisch nicht sicher geklärte Erkrankung. Sie imponiert als längstgestellter Defekt mit der häufigsten Lokalisation dorsal bei 6 Uhr in Steinschnittlage. Die anterior gelegene Fissur ist eher die Ausnahme. Betroffen sind vornehmlich jüngere bis mittelalte Erwachsene, gelegentlich sind auch Kleinkinder betroffen.

Im Vordergrund der Beschwerden steht der Schmerz im Zusammenhang und besonders auch nach dem Stuhlgang. Besonders intensiv sind die Schmerzen bei sehr hartem Stuhl. Gelegentlich wird Bluten angegeben oder auch Juckreiz. Die typische Anamnese und die nahezu immer feststellbare massive intraanale Druckerhöhung lassen die Diagnose meistens auf Anhieb stellen. Differentialdiagnostisch müssen andere schmerzhafte Bedingungen ausgeschlossen werden, genannt seien die Perianalthrombose, der Herpes, das syphilitische Ulkus, eine Proktitis und das Analkarzinom.

Das Prinzip sowohl der konservativen wie der operativen Behandlung besteht in der Senkung des intraanalen Druckes. Die sogenannte maximale Sphinkterdehnung oder die subkutane laterale Sphinkterotomie sind als Behandlungsprinzipien anerkannt und durchaus erfolgreich. Bezüglich der Wirksamkeit mehr konservativer Dilatationsbehandlung gehen die Meinungen auseinander. Grundsätzlich muss festgestellt werden, dass die Dilatation, möglichst als Selbstdilatation durchgeführt, eine Compliance der Patienten vorausgesetzt, zumal zumindest anfänglich – dieses Prozedere schmerzhaft ist. Insbesondere dieser Problematik wegen haben wir eine neue Dilatationsbehandlung unter gleichzeitiger Ausnutzung des Prinzips der Kälte-Anästhesie überlegt. Es wurde ein Dilatator von 15 mm Durchmesser entwickelt, der auf Minustemperaturen bis 15o C Grad abgekühlt wird. Durch den bekannten schmerzlindernden Effekt der Kälte lässt sich der Dilatator durch den Patienten selbst mühelos einführen, der Regelkreis Schmerzen - Sphinkterspasmus lässt sich so leichter durchbrechen. Die in dem Dilatator befindlichen Flüssigkeit ist so beschaffen, dass der Kälteverlust nur sehr verzögert abgegeben wird bzw. dass die Aufwärmphase relativ lang ist. Die reaktive Hyperämie nach Wiedererwärmung des Gewebes mag über den Effekt der Stoffwechselsteigerung die Abheilung des Fissurdefektes beschleunigen.

Material und Methode

Von Dezember 1990 bis Juli 1992 haben wir in der Chirurgischen Ambulanz unseres Krankenhauses 37 Patienten mit einer Fissur mittels des auf minus 15 Grad abgekühlten -Stabes behandelt. Neben dieser Selbstbehandlung erfolgten keine zusätzlichen Maßnahmen.

ano studie 1ano studie 2In Seitenlage des Patienten wurde der auf minus 15 Grad abgekühlte Dilatator eingeführt und für ca. 5 Minuten belassen. Diese Dehnung wurde vom Patienten zweimal täglich durchgeführt. Zum leichteren Einführen wurde ein wasserlösliches Gleitmittel appliziert, welches durch die hohen Minustemperaturen in der Konsistenz nicht beeinflusst wird. Zur Behandlung kamen 20 Männer und 17 Frauen; das Durchschnittsalter sämtlicher Patienten lag mit 41,4 Jahren relativ hoch. Die Verteilung der Fissurlokalisation ist in der Abbildung 1 dargestellt. Danach hatten 27 Patienten eine posteriore Fissur, neunmal eine anteriore, in einem Fall war die linke Seite betroffen, 2 Patienten hatten sowohl eine posteriore wie eine anteriore Fissur. An Symptomen gaben sämtliche 37 Patienten Schmerzen bei der Defäkation an. Die Schmerzdauer reichte von Minuten bis mehrere Stunden. 15 Patienten hatten wenig hellrotes Blut beobachtet, 4 klagten über einen ausgeprägten Juckreiz (Abb.2). Die Beschwerdedauer lag zwischen zwei Tagen bis zu einem Jahr. Durchschnittlich hatten die Symptome 64 Tage bestanden.

Ergebnisse
ano studie 3Sämtliche Patienten wurden während der Behandlungsphase in unserer Ambulanz gesehen und nach Beendigung der Behandlung nachuntersucht. Die Behandlungsdauer war sehr unterschiedlich und belief sich von 3 bis zu 32 Tagen, im Mittel 15,3 Tage. Schmerzfreiheit wurde im Mittel nach 4 Tagen erreicht, die Abheilung der Fissur war bei 33 Patienten im Mittel nach 15,3 Tagen zu verzeichnen. Drei posteriore Fissuren heilten nicht ab, 1 Patient konnte nach der Behandlung nicht nachuntersucht werden (Abb. 3). Bei den Patienten mit Nichtabheilung der Fissur wurde eine laterale Sphinkterotomie angeschlossen.

Diskussion
Die anale Dilatation unter Verwendung des Kälte-Anästhesie-Effektes ist eine effektive Behandlung der sehr schmerzhaften Analfissur. Die mit operativem Vorgehen verbundenen Belastungen und auch Komplikationen lassen sich mit dieser Methode vermeiden. Der anästhesierende Effekt des auf minus 15 Grad gekühlten Dilatators ermöglicht dem Patienten die Eigenbehandlung ohne wesentliche Schmerzen, was sicher ein Grund für die gute Akzeptanz dieser Methode ist. Auch die Patienten mit anderen schmerzhaften Bedingungen des Analbereiches, genannt sei die Perianalthrombose, profitieren von dieser Dilatation mit dem Kältestab. Für die Behandlung ambulanter Patienten mit Analfissuren ist die beschriebene Methode wegen der hohen Effektivität und Wirtschaftlichkeit eine Bereicherung der konservativen Möglichkeiten.


Anschrift:
Dr. med. (syr). M. Kamal Koudaimi, Evangelisches Krankenhaus Lutherhaus GmbH, Hellweg 100, 45276 Essen

Persönliche Daten:
Geboren am 11.12.1946 in Damaskus/Syrien, verheiratet, 4 Kinder

Beruflicher Werdegang:
Studium in Damaskus sowie anschließend 2 Jahre Tätigkeit in der Dermatologischen Abteilung der Universitätsklinik, seit 1974 zur Facharztausbildung in Deutschland. Von 1975 bis 1982 Tätigkeit in der Chirurgie mit 1 ½ Jahren Neurochirurgie, 1983 Facharzt für Chirurgie.

Jetzige Tätigkeit:
Seit 1983 Oberarzt der allgemeinchirurgischen Abteilung des Lutherkrankenhauses in Essen unter der Leitung von Prof. F. Beersiek.

Therapiestudie als Pdf zum Download (deutsch)    DOWNLOAD

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