Tel./Phone:  +49 201 43 70 97 0

PakuMed Kanule GW 6003 GW PakuMed 044 GW PakuMed 103 SFN GW PakuMed 227 SFN   

PakuMed Kanule GW 6003 GW PakuMed 044 GW PakuMed 103 SFN GW PakuMed 227 SFN   

PRODUKTBESCHREIBUNG

sfn1SFN®-Portkanüle

Stanzfreie Nadel
Spezialpunktionskanülen für implantierte Portkathetersysteme aus medizinischem Stahl mit nicht stanzendem Spezialschliff, entweder mit Luer-Lockansatz oder optional Verbindungsschlauch, Griff oder Fixierungsflügeln..

Indikationen:
Über Portkathetersystem kontinuierliche oder intermittierende Zufuhr von Medikamenten, Infusionslösungen, Bluttransfusionen, Blutentnahme, parenterale Ernährung, Schmerztherapie, zentrale Venendruckmessung usw.

Verschiedene Durchmesser und Stichlängen stehen zur Auswahl je nach Einsatzgebiet und notwendiger Durchflußrate.

Vorteile durch Spezialschliff mit Trokarspitze und seitlichem Austrittsloch:

  • garantiert stanzfreies Einstechen in die Silikonmembran
  • verhindert so Undichtigkeit und Ausschwemmung von Haut- oder Silikonpartikeln ins Blut mit nachfolgenden Komplikationen
  • reduziert das Infektionsrisiko
  • verlängert die Funktion und Lebensdauer solcher Systeme
  • stabile Trokarspitze

 

TECHNISCHE DATEN

 Art.-Nr. Ø Länge/mm Gauge Extras PZN
SFN 0750 G 0,7 mm 50 mm 22 gerade mit Luer/Lockansatz (ohne Schlauch)  00560673 
SFN 0930 G 0,9 mm 30 mm 20 gerade mit Luer/Lockansatz (ohne Schlauch)  01060286
SFN 0930 B 0,9 mm 30 mm 20  gerade mit Luer/Lockansatz (mit Schlauch) 13837567
SFN 1535 B 1,5 mm 35 mm 17 gerade mit Luer/Lockansatz (mit Schlauch) 12363624
SFN 1835 B 1,8 mm 35 mm 15 gerade mit Luer/Lockansatz (mit Schlauch) 12363630
DPK 2035 2,0 mm 35 mm 14 mit Mandrin + Needle Free Adapter 02429581
Verpackungseinheit (VE) 25 Stück

 

Gebrauchsinformationen

SFN®-Portkanülen Gerade

Gebrauchsanweisung
Stanzfreie Punktionskanüle für implantierte Portkathetersysteme

BESTANDTEILE

  • Spezialkanüle aus medizinischem Stahl mit nicht stanzendem Spezialschliff (Kanülenspitze)
  • Hochklappbare Griff- und Fixierungsflügel aus Polyurethan (PUR)
  • Verbindungsschlauch aus Polyurethan, Länge 200 mm (PUR)
  • Luer-Lock-Anschluss aus Polycarbonat (PC)
  • Verschluss-Sperre aus Polyoxymethylene (POM)

ANWENDUNGSGEBIETE

  • Kontinuierliche oder intermittierende Verabreichung von Medikamenten und Infusionslösungen sowie Bluttransfusionen, Blutentnahme, parenterale Ernährung etc.
  • Schmerztherapie
  • Zentraler Venenzugang perioperativ, ZVD-Überwachung

GEGENANZEIGEN

  • Entzündung oder Infektion im Bereich des Ports
  • Gerinnungsstörungen
  • Undichtigkeit des Portsystems

NEBENWIRKUNGEN
Wenn nicht auf sterile Arbeitsweise geachtet wird, kann es zu Infektionen der Haut oder von Weichteilen oder auch des gesamten Portsystems kommen.
Vorsicht! Um eine Luftembolie zu vermeiden, beim Punktieren des Ports unbedingt darauf achten, dass sich der Patient in der Rückenlage befindet. Sitzt der Patient aufrecht oder ist der Oberkörper erhöht, entsteht in der oberen Hohlvene ein negativer Druckgradient. Während der Punktion des Ports kann über die Kanüle Luft in das System angesaugt werden. Aus diesem Grund sicherstellen, dass die Sperre des Infusionsschlauchs während der Punktion oder beim Auswechseln der Spritze geschlossen ist. Den Schlauch mit einem Schraubverschluss verschließen, wenn er nicht verwendet wird.

WECHSELWIRKUNGEN
Keine bekannt

ALLGEMEINE EMPFEHLUNGEN
Es wird empfohlen, die Kanüle nach spätestens 48 Stunden auszuwechseln.

VORGEHENSWEISE

Punktion:

  1. Den Patienten in die Rückenlage bringen.
  2. Die Haut um den Port sorgfältig desinfizieren.
  3. Es ist empfehlenswert, wenn auch nicht unbedingt erforderlich, sterile Handschuhe zu verwenden.
  4. Die Kanüle aus der Verpackung nehmen.
  5. Den Luer-Lock-Anschluss an die Spritze oder die Infusionslösung anschließen.
  6. Den Schlauch entlüften, indem Sie ihn mit einer 0,9 %igen NaCl-Lösung spülen.
  7. Die Flügel auf der Fixierplatte nach oben klappen und als Griff zum Vorschieben der Kanüle verwenden.
  8. Den Kanülenschutz abnehmen.
  9. Den Port palpieren und zwischen zwei Fingern fixieren.
  10. Die Kanüle zügig senkrecht durch die Membran zur Basis des Ports vorschieben (wegen des Spezialschliffs der Kanülenspitze besteht keine Gefahr mehr, dass sich die Nadel verbiegt).
  11. Die Kanüle mit Klebeband fixieren.

Vorsicht! Bei den Kanülen stehen verschiedene Stichlängen zur Auswahl, um sicherzustellen, dass zwischen der Haut und der Fixierplatte ein kleiner Spalt bestehen bleibt. Dadurch soll verhindert werden, dass die Kanüle durch eine Bewegung des darunter liegenden Gewebes, beispielsweise der Muskeln, herausrutscht.

Unterbrechung der Infusion, Abnehmen des Infusionssystems bei liegender Kanüle

  • Wenn das System längere Zeit nicht verwendet wird, mit 0,9% Kochsalzlösung füllen.
  • Den Schlauch durch den Sperrmechanismus verschließen.
  • Einen Luer-Lock-Anschluss der passenden Größe mit der Anschluss-Stelle verbinden.

Entfernen der Kanüle

  • Das Portsystem zwischen und nach Injektion von Medikamente mit einer 0,9 %igen Kochsalzlösung spülen ( mögliche Inkompatibilität ).
  • nach Blutentnahmen über das Portsystem mit 20 ml 0.9% Kochsalzlösung spülen.
  • Das System nach jeder Verwendung unbedingt mit 0,9% Kochsalzlösung füllen.
  • Unmittelbar nach der Injektion der Kochsalzlösung kann die Kanüle unter leicht positivem Druck gezogen werden, dabei die Portkammer unter der Haut festhalten.
  • Anschließend die Injektionsstelle mit einem sterilen Pflaster abdecken.

Wichtiger Hinweis:
Bevor Sie die Kanüle ziehen, stets sicherstellen, dass die Sperre geschlossen ist, so dass kein Blut in das System gelangen kann. Keine Spritzen < 10 ml verwenden (Überdruckgefahr).

Vorsicht! Blutrückstände im System weisen fast immer auf fehlerhafte Handhabung, Undichtigkeit oder ein beschädigtes Septum im Port hin.

Bei Verdacht auf einen Thrombus im Port können Fibrinolytika wie Streptokinase oder Urokinase verwendet werden. Diese Angaben sind nur Empfehlungen; hier die Richtlinien des Herstellers bezüglich Dosierung und Gegenanzeigen beachten. Bei der Schmerztherapie über peridurale oder intrathekale Katheter wird empfohlen, einen Bakterienfilter zu verwenden, diese Systeme dürfen nicht gespült werden.

Maximale Durchflussraten (wässriger Lösung) der verschiedenen SFN®-Kanülen je nach Durchmesser und Stichlänge zum Festlegen der Infusionsrate:

18 G, AD 1,3 mm, ID 1,0 mm, Stichlänge 20 mm = 1000 ml in 11 Minuten
19 G, AD 1,1 mm, ID 0,8 mm, Stichlänge 20 mm = 1000 ml in 20 Minuten
20 G, AD 0,9 mm, ID 0,6 mm, Stichlänge 20 mm = 1000 ml in 39 Minuten
22 G, AD 0,7 mm, ID 0,4 mm, Stichlänge 20 mm = 1000 ml in 80 Minuten

Nur zum Einmalgebrauch. Nicht re-sterilisieren. Die Kanüle ist steril und pyrogenfrei, solange die Verpackung intakt ist. Die verpackten Produkte zwischen 5°C und 35°C lagern. Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. Nach Ablauf des auf der Verpackung angegebenen Verfalldatums nicht mehr verwenden.

 

SPEZIALPUNKTIONSKANÜLEN

 

Spezialpunktionskanülen

 Art.-Nr. Ø Länge/mm Gauge Extras PZN
SFN 1535 B 1,5 mm 35 mm 17 gerade mit Luer/Lockansatz (mit Schlauch) 12363624
SFN 1835 B 1,8 mm 35 mm 15 gerade mit Luer/Lockansatz (mit Schlauch) 12363630
DPK 2035 2,0 mm 35 mm 14 mit Mandrin + Needle Free Adapter 02429581
Verpackungseinheit (VE) 25 Stück

 

GEBRAUCHSINFORMATION

SFN 1535 B / SFN 1835 B

Stanzfreie Spezialpunktionskanüle mit Luer-Lock Anschluss, Griff und Schlauch mit Klemme für implantierte Port-Katheter-Systeme.

 

GW PakuMed 82 83 84 ret

SFN 1835 B: Außendurchmesser 1,80 mm, Innendurchmesser 1,50 mm, Innenvolumen ca. 1,0 ml (mit Schlauch), Gauge: 15 G

Kanüle SFN1535G GW 5244

SFN 1535 B: Außendurchmesser 1,50 mm, Innendurchmesser 1,20 mm, Innenvolumen ca. 1,0 ml (mit Schlauch), Gauge: 17 G

INDIKATIONEN

Zugang zu implantierten Port-Katheter-Systemen (z.B. 111252 D, 111255 D, 111259 AS/PT, 111263 APH) z. B. zur Hämo-Dialyse, Peritoneal-Dialyse, Peritoneal-Chemotherapie, Apherese oder Aszitespunktion.Für die Punktion der Silikonmembran der Portkammer dürfen ausschließlich die dazugehörigen stanzfreien Spezialpunktionskanülen verwendet werden. Die Spezialpunktionskanülen zeichnen sich durch einen Spezialschliff aus, der eine Fragmentierung von Silikonpartikeln sowie die Ausstanzung eines Stichkanals in der Membran verhindert.

Ein Luer-Lockanschluss ermöglicht die Verbindung an beliebige Spritzen, Infusionsgeräte etc.

Durchfluss ca.:

SFN 1835 B - bei Hämodialyse 300 ml/min, Gravitation 225 ml/min

SFN 1535 B - bei Hämodialyse 200 ml/min, Gravitation 150 ml/min

GEGENANZEIGEN

Entzündungen oder Infektion im Bereich des Ports- Gerinnungsstörungen- Undichtigkeit des Portsystems.

Der Verbindungsschlauch besteht aus Polyvinylchlorid = PVC (DEHP-frei).

WICHTIGER HINWEIS

Bei fehlerhaftem Gebrauch kann während der Punktion über die Kanüle Luft in das System gelangen. Aus diesem Grund immer sicherstellen, dass die Kanüle/Schläuche bei Punktion, Spritzen- oder Infusionswechsel geschlossen sind.

Cave: Zur Vermeidung einer möglichen Luftembolie, beim Punktieren des Ports unbedingt darauf achten, dass sich der Patient in der Kopf-Tief/oder Rückenlage befindet. Bei aufrechtem Oberkörper kann in der oberen Hohlvene ein negativer Druckgradient entstehen.

PFLEGE DES SYSTEMS / SPEZIELLE ANWENDUNGSHINWEISE

Vor jeder Behandlung muss die korrekte Lage der Portgehäuse getastet werden und sichergestellt sein, dass keine Wunde, Hämatom oder Infektion vorliegt. Allgemeine Regeln der Hygiene zur Handhabung von Punktionen müssen beachtet werden. Es wird empfohlen, die Kanüle nach Gebrauch zu entfernen.

Cave: Blutrückstände im System weisen fast immer auf fehlerhafte Handhabung, Undichtigkeit oder ein beschädigtes Septum im Port hin.

GEBRAUCHSANWEISUNG

  • Den Patienten (wenn möglich) in Rückenlage / Kopftieflage bringen
  • Hautdesinfektion, sterile Handschuhe, Mundschutz (Patient & Anwender)
  • die Kanüle (und Schlauch) z. B. mit NaCl 0,9 % entlüften und durchspülen
  • Ertasten der Silikonmembran des Ports und Portkammer mit zwei Fingern fixieren
  • Mit der Kanüle durch Haut und Gewebe das Portseptum (Silikonmembran) punktieren und zügig bis zur Basis der Portkammer vorschieben (bis zur Berührung der metallischen Bodenplatte)
  • ggf. Restblockade aus Portkammer und Katheter entnehmen (ca. 3 ml)- Durchgängigkeit mit z. B. Kochsalzlösung oder Dialysatflüssigkeit prüfen und anschließend System zur Therapie anschließen
  • nach Beendigung der Therapie bzw. zwischen und nach Injektion von Medikamenten die Portkammer und Katheter ggf. spülen und blocken (spülen mit NaCl 0,9 %, blocken z. B. mit Heparin, Citrat, Taurolidin nach ärztlicher Anweisung)
  • unter leicht positivem Druck die Punktionskanüle entfernen, sodass kein Blut in das System gelangen kann bzw. kein Sog entsteht
  • Hautdesinfektion, trockener SchutzverbandWegen des Spezialschliffs der Kanülenspitze besteht keine Gefahr des Verbiegens.Zur Punktion der Portkammern ausschließlich die dazugehörigen stanzfreien Spezialpunktionskanülen verwenden
  • die gesamte Fläche der Membran nutzen.
  • Keine Spritzen < 10 ml verwenden (Überdruckgefahr)
  • Katheter- oder Portverschlüsse durch Thrombusbildung können meist durch Lysierung mit Streptokinase/Urokinase behoben werden (z. B. 5000 IE/ml NaCl 0,9 % in kleinen Lösungsmengen intervallweise injizieren, einwirken lassen und Durchgängigkeit prüfen). Vorher Röntgenkontrolle.

Ursachen für einen unzureichenden oder fehlenden Flow können sein:

  • die Nadelspitze ist nicht korrekt im Port-Hohlraum platziert- Fibrinablagerungen bzw. ein Thrombus verstopfen Katheter / Port- der Katheter ist abgeknickt
  • die Katheterspitze ist nicht korrekt platziert
  • bei erfolgloser Durchgängigkeitsprüfung sollte zunächst die Portkammer gespült und die Lage des Patienten etwas geändert werden

Die genannten Konzentrationen sind Empfehlungen, sie müssen immer der allgemeinen Situation des Patienten angepasst werden und liegen im Verantwortungsbereich des behandelnden Arztes. Bezogen auf alle verwendeten Medikamente und Flüssigkeiten wird grundsätzlich auf die Beipackzettel der jeweiligen Pharmahersteller verwiesen. Die Besonderheiten der jeweiligen Therapie sind zu beachten. Die Hinweise in der Gebrauchsanweisung der Portsysteme sind zu berücksichtigen. Die Portsysteme stellen lediglich einen Zugangsweg dar, ohne auf die Funktion Einfluss zu nehmen.

VORSICHTSMASSNAHMEN

Kompromissloser steriler bzw. streng hygienischer Umgang mit dem implantierten Portkatheter-System ist unabdingbar, z. B.- Punktion nur unter sterilen Bedingungen- Hände- und Hautdesinfektion beim Gebrauch- nur sterile Produkte verwenden

ÜBERWACHUNG

Durch die regelmäßig erforderlichen Anwendungen und anschließende Pflege des Systems ist eine kontinuierliche Überwachung an sich gegeben. Der Gebrauch sollte nicht von Ärzten / medizinischem Personal durchgeführt werden, die nicht mit dem Produkt und / oder möglichen Komplikationen vertraut sind. Komplikationen können jederzeit während und nach dem Eingriff auftreten.Das Medizinprodukt ist ausschließlich zur einmaligen Verwendung vorgesehen und nicht zur Wiederaufbereitung geeignet

 

Bestellen

» bestellen Sie hier «

PakuMed medical products © 2021