INDIKATION
Der TITAN-PORT PC ermöglicht einen wiederholten Zugang zum Peritonealraum bei
entsprechender Notwendigkeit unter Minimierung der bei externen Peritonealkathetern recht
gefürchteten Infektionsrate.
Hauptindikation ist die intraabdominale Chemotherapie. Eine weitere spezielle Indikation ist die
intraabdominale Ozontherapie sowie Aszitespunktion. Vorteil ist die direkte Einbringung einer hohen
Konzentration der applizierten Substanzen unter geringerem Infektionsrisiko, vereinfachtem
Zugangsweg und deutlich verbesserter Lebensqualität für den betroffenen Patienten durch das
geschlossene System.
KONTRAINDIKATION
TITAN-PORT PC Systeme dürfen nicht eingesetzt werden bei:
- einer sehr seltenen aber möglichen Unverträglichkeit von Titan, Polyurethan oder Silikon
- Verdacht auf Bakteriämie / Sepsis
- Disseminierter intravasaler Gerinnung (DIC)
KOMPLIKATIONEN und mögliche Nebenwirkungen
U.a. können nachstehende Komplikationen und mögliche Nebenwirkungen auftreten:
- OP-Komplikationen
- Implantatunverträglichkeit
- lokale Rötungen / Ödeme / Hämatome
- Infektionen
- Diskonnektion oder Dislokation
- Membran- und Katheterluxation
- Paravasate bei fehlerhafter Handhabung
- Schädigung des umliegenden Gewebes
- Undichtigkeit von Gehäuse, Septum, Verbindung
- Verletzungen von Bauchorganen
ANWENDUNGSHINWEISE PORTIMPLANTATION
Achtung: Während der Implantation ist unbedingt auf aseptische Bedingungen
zu achten!
Auswahl, Entscheidung und Durchführung liegen in der Verantwortlichkeit
des implantierenden Arztes.
Die Implantation erfolgt in der Regel in Intubationsnarkose.
Mögliche Implantationsstellen sind abhängig von der bevorzugten Punktionshandhabung (v. a.
bei Eigenpunktion) die rechte oder linke Bauchdecke.
Die Implantation ist erfolgt ähnlich wie bei Tenckhoff-Katheter, verschiedene
Implantationstechniken sind möglich.
Besonders wichtig ist nach erfolgter Plazierung des Katheters im Bauchraum eine wasserdichte Tabaksbeutelnaht an der Eintrittsstelle des Katheters ins Peritoneum!
Tunnelung zum Port in jeweils plazierter Porttasche in der Bauchdecke.
Katheter nach Bedarf kürzen und mit der Muffe durch Quetschen am Port fixieren
Hautnähte
Bei optimaler Implantation ist das System nach ca. 3 Tage, benutzbar, wenn das Peritoneum am
Katheterdurchtritt dicht verschlossen ist.
PFLEGE DES SYSTEMS / SPEZIELLE ANWENDUNGSHINWEISE
- vor jeder Behandlung muß die korrekte Lage der Portgehäuse getastet werden und sichergestellt sein, daß keine Wunde oder Infektion vorliegt.
GEBRAUCHSANWEISUNG
- Hautdesinfektion, sterile Handschuhe
- Mit Spezialpunktionskanüle z. B. DPK 2035 oder DPK 1835 (eine Kanüle liegt anbei) Portseptum punktieren (Bis Berührung der Nadelspitze an der Bodenplatte)
- Durchgängigkeit mit Dialysatlösung prüfen und an den Dialysatbeutel anschließen.
- Nach Beendigung der Dialyse die Punktionskanüle vorsichtig (mit Gegendruck über dem Port) entfernen.
- Hautdesinfektion, trocken abdecken
Cave:
- Zur Punktion der Portkammer die dazugehörige Spezialpunktionskanüle verwenden.
- die Nadel immer vorsichtig zur Grundplatte (bei DPK 2035) sowie mit exakter Position des Mandrin in die Silikonmembran einführen.
Ursachen für einen ungewöhnlich hohen Punktionswiderstand können sein:
- die Nadelspitze ist nicht korrekt im Port-Hohlraum plaziert
- Fibrinablagerungen verstopfen Katheter oder Port.
(Die genannten Konzentrationen sind Empfehlungen, sie müssen immer der
allgemeinen Situation des Patienten angepaßt werden und liegen im Verantwortungsbereich des
behandelnden Arztes. Bezogen auf alle verwendeten Medikamente und Flüssigkeiten wird
grundsätzlich auf die Beipackzettel der jeweiligen Pharmahersteller verwiesen. Die
Besonderheiten der Chemotherapie sind zu beachten. Die Portsysteme stellen lediglich einen
Zugangsweg zum Peritonealraum dar, ohne auf die Funktion Einfluß zu nehmen. )




