Zahlreiche
Menschen sind durch schwerwiegende Erkrankungen in ihrer Lebensqualität
stark eingeschränkt. Viele benötigen zur Behandlung v.a. bei
Tumorleiden, über einen längeren Zeitraum die Möglichkeit
zur wiederholbaren Venenpunktion. Darüber erfolgt zumeist eine Chemotherapie,
aber auch Schmerztherapie, parenterale Ernährung, Blutentnahme oder
Blutzufuhr sind häufigere Indikationen. Weitere Möglichkeiten
sind neue Dialyseportsysteme zur veno-venösen Hämodialyse und
Peritonealdialyse, sowie arterielle Systeme zur lokoregionalen Zytostatikaapplikation
(Anwendung meist nur in spezialisierten Zentren).
Die Einführung vollständig implantierbarer, unter dem Schutz
einer geschlossenen Hautdecke liegenden Portsysteme als langzeitlicher
venöser Zugangsweg hat daher viele Behandlungsmöglichkeiten
erleichtert. Ein implantiertes Portsystem ermöglicht eine völlig
normale Lebensführung, Mobilität, und ähnlich wie beim
Herzschrittmacher auch Teilnahme an körperlichen Aktivitäten
sogar Schwimmen.
Die Firma PakuMed, spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung von
Portsystemen aus Reintitan als implantationsverträglichstes Material,
bietet inzwischen eine umfangreiche Palette für die verschiedensten
Anwendungen an sowie entsprechendes Zubehör.
Natürlich gibt es zahlreiche verschiedene Angebote total implantierbarer
Kathetersysteme auf dem Markt, von denen jedes gewisse Vor- und Nachteile
hat und erfahrungsbedürftig ist, um die Komplikationsrate niedrig
zu halten.
Entscheidende Anforderungen an ein gutes Portsystem sind vor allem:
- Leichte Handhabung bei der Implantation
- Stabiler Konnektionsmechanismus zwischen Portkammer und Katheter
- Hohe flow-rate bei dünnem Katheter
- Festsitzende Punktionsnadel im Kammerseptum und die Gewebeverträglichkeit der verwendeten Materialien sowie
- Sicheres Auffinden der Membran zur Punktion
- Geeignet für Hochdruckinjektion
Unterschiede bestehen im Allgemeinen in Größe und Gewicht der Portkammern,
Material und Durchmesser der Katheter (z.B.Silikon oder Polyurethan) und
im Verbindungssystem. Weitere Einsatzmöglichkeiten sind arterielle
Systeme zur direkten Organperfusion z. B. bei inoperablen Metastasen,
peridurale Schmerztherapie und als alternativer Zugangsweg zur Hämodialyse
z. B. bei Gefäßproblemen und auch Peritonealdialyse.
Die Implantation als relativ kleiner chirurgischer Eingriff erfolgt
in der Regel in Lokalanästhesie. Ausser allgemeiner Sepsis, Gerinnungsstörungen
oder extrem seltener Allergie gegen einen der Bestandteile gibt es keine
wesentlichen Kontraindikationen.
Die Komplikationsrate möglichst gering zu halten erfordert jedoch
eine ausgereifte Implantationstechnik, die Qualität des Systems selbst
und eine unmittelbar postoperativ einsetzende Systempflege durch alle
Beteiligten.
So stellen unsere TITAN-Port-Kathetersysteme eine relativ einfache Hilfe
als langdauernder Gefäßzugangsweg dar, mit entscheidenen Vorteilen
für die Lebensweise der Betroffenen im jeweils notwendigen Behandlungszeitraum.
Portsysteme können je nach Situation bei komplikationslosem Verlauf
bis zu mehreren Jahren problemlos liegen. In der Regel werden sie nach
Abschluß der Therapie bzw. Notwendigkeit wiederum in Lokalanästhesie
entfernt.





